Ist meine Katze zu dick?

Bestimmung, ob Katze zu dick ist

Übergewicht kommt gerade bei Wohnungskatzen recht häufig vor.

Wir Menschen werden immer dicker. Doch auch Katzen können an Übergewicht leiden! Für den Jäger Katze, der von Natur aus agil und beweglich ist, ist Übergewicht genauso schädlich wie für uns Menschen. Zu viel Speck auf den Rippen belastet die Gelenke, der Stoffwechsel wird gestört und es beginnt ein Teufelskreis. Ist Ihre Katze zu dick, bewegt sie sich ungern und nimmt weiter zu. Doch wie sieht ein „Diätplan“ für Katzen mit Übergewicht aus? Oder gibt es auch schon vorher die Möglichkeit, mit der passenden Fütterung gegenzusteuern und dafür zu sorgen, dass meine Katze ein gesundes Gewicht behält?

Wie entsteht Übergewicht bei Katzen?

Das Leben unserer Katzen hat sich in den letzten Jahrtausenden stark verändert. Wildkatzen und freilebende Stubentiger sorgen selbst für ihr Futter und sind rund um die Uhr auf den Beinen.

In der Wohnung fehlen Stubentigern aber oft die richtigen Anreize, damit sie sich ausreichend bewegen. Dazu kommt nahrhaftes Futter, oft im Überfluss. Viele Katzenhalter bieten ihren Tieren beispielsweise Trockenfutter rund um die Uhr an, zusätzlich zu den täglichen Portionen an Nassfutter. Es ist also kein Wunder, dass viele Katzen unter Übergewicht leiden!

Wie erkenne ich, dass meine Katze zu dick ist?

Sie können sich an der folgenden Faustformel orientieren:

Bei starkem Untergewicht sind Rippen und Wirbel sowie Beckenknochen mit bloßem Auge zu erkennen. Beim Blick von oben zeigt die Katze eine starke Taille. Bei Fellnasen mit Untergewicht sind Rippen und Wirbel leicht zu ertasten und von oben betrachtet ist die Taille eng.

Bei Normalgewicht können Sie dagegen die Rippen fühlen, aber nicht sehen. Die Katze hat eine erkennbare Flankenfalte und beim Blick von oben eine leichte Taille.

Bei Übergewicht liegen die Rippen unter einer stärkeren Fettschicht verborgen. Das Fett am gerundeten Bauch bewegt sich auch beim Laufen und die Taille ist kaum mehr erkennbar.

Kommt es zu starkem Übergewicht, sind die Rippen nur schwer zu ertasten. Fettgewebe verbirgt die Taille und lässt die Flanken und das Gesicht rund wirken. Ihre Katze wird schwerfällig, sie bewegt sich ungern, verbringt viel Zeit mit Schlafen und eventuell noch mehr mit Fressen. Ein Teufelskreis.

Spätestens hier ist Handeln angesagt! Ist Ihre Katze zu dick, wird der Katzenkörper stark belastet. Der erste Schritt besteht nun darin, für mehr Bewegung zu sorgen. Spielen Sie mit Ihrer Katze und animieren Sie sie mit einem schönen Kratzbaum, einer Katzenangel und eventuell neuen Spielzeugen zur Bewegung.

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Sehr dicke Katze läuft auf einem Weg
Bei dieser Katze ist der Fall auch ohne Rippenabtasten klar: Sie hat starkes Übergewicht.

Die richtige Katzendiät

Damit ihre Katze gesund abspeckt, sollte die Bewegungstherapie mit einem passenden Ernährungskonzept einhergehen. Doch hier ist Vorsicht angesagt. Denn Katzen reagieren sehr sensibel auf spontan freigesetzte Fettreserven! Durch einen radikalen Fettabbau kann es zu einer Hepatischen Lipidose (Fettleber) kommen.

Auf die Futtermenge kommt es an

Gewöhnen Sie sich eine richtige Fütterungsroutine an. Das kann Ihrer Katze dabei helfen, ein gesundes Gewicht beizubehalten und Bettelverhalten abzugewöhnen.

Geben Sie Ihrer Katze unbedingt die empfohlene Futtermenge. Wiegen Sie die Portion dazu mit Hilfe einer Küchenwaage ab. Möglicherweise erscheint Ihnen die Menge als zu wenig. Wenn Sie der Fütterungsempfehlung des Herstellers folgen, wurde die Ration jedoch sorgfältig berechnet. Die Portion ist vollständig und ausgewogen. Ihre Katze bekommt damit alles, was sie benötigt.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrer Katze immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen. Dies kann Harnwegserkrankungen, wie beispielweise der Entstehung von Harnsteinen, vorbeugen.

Begrenzen Sie außerdem die Anzahl der täglichen Leckerlis für Ihre Katze, denn diese können die Kalorienzufuhr erheblich erhöhen. Falls Sie doch welche geben, müssen Sie diese von der täglichen Futterportion abziehen.

Katze zu dick: Unterstützung durch den Tierarzt

Sollten Sie vermuten, dass Ihre Katze zu dick ist, empfiehlt es sich auch, bei Ihrem Tierarzt vorstellig zu werden. Ein Tierarzt kann am besten feststellen, ob und in wieweit Ihre Katze zu dick ist. Danach wird er Ihnen eine gesunde Methode empfehlen, um Ihrer Katze zu helfen, schonend an Gewicht zu verlieren:

Zunächst werden das individuelle Zielgewicht und die Tagesration festgelegt. Die empfohlene Futtermenge basiert auf dem Idealgewicht des Tieres. Die Tagesration zu Beginn der Diät muss bei den nachfolgenden Kontrollen in Abhängigkeit von den individuellen Fortschritten und dem Gewichtsverlust angepasst werden. Das Ziel sollte eine Reduktion des Körpergewichtes von 0,5 bis zwei Prozent pro Woche sein.

Welches Futter sollte ich verfüttern, wenn meine Katze zu dick ist?

Hat sich erst ein leichtes Übergewicht bei der Katze eingestellt hat, so bleibt es oft bestehen, oder aber es erfolgt eine weitere Gewichtszunahme. Der Erhalt des Idealgewichts sowie der Muskel- und Knochenstärke ist elementar für den allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Katze. Unterstützen Sie deshalb Ihre Katze mit der passenden Ernährung, wenn sie leichtes Übergewicht hat oder zu anhaltender Gewichtszunahme tendiert.

Die Vorteile von Light-Futter

Ist Ihre Katze zu dick, benötigt sie zwar weniger Kalorien, aber genauso viele Vitamine und Mineralien wie aktivere Katzen. Eine bessere Lösung sind daher Futtersorten, die auf die Bedürfnisse übergewichtiger Katzen zugeschnitten sind. Sie unterstützen Ihre Fellnase sanft beim Abnehmen, ohne ihre Gesundheit zu belasten.

Mittlerweile bietet der Markt viele Light-Futterprodukte für Katzen mit Übergewicht an. Diese Futtersorten enthalten weniger Kalorien, bieten aber genügend Nährstoffe, damit Ihre Katze rundum gesund bleibt.

Zusatzstoffe wie die Aminosäure L-Carnitin können den Erhalt des Gewichts positiv beeinflussen. Ein ausgeglichenes Verhältnis von Calcium und Phosphor ist wichtig für die Balance an Mineralstoffen im Katzenkörper und kann auch das Risiko für Harn- und Nierensteine senken. Zudem sättigen hochwertige Eiweiße und sorgen so für ein geringes Hungergefühl.

Katze liegt auf einer Waage
Muss Ihre Katze abnehmen, ist eines ganz wichtig: Die Diät muss sehr behutsam und langsam erfolgen.

Worauf sollte ich beim Kauf von Diätfutter für Katzen achten?

Katzenbesitzer möchten natürlich nur das Beste für ihren Liebling. Doch woran erkennt man eine hochwertige Nahrung, die Ihrer Katze auch beim Abnehmen hilft? Es gibt verschiedene Punkte, die ein gutes kalorienreduziertes Katzenfutter erfüllen sollte:

  • Gutes Katzenfutter stammt von einem vertrauenswürdigen Hersteller, der die Futtermittelherstellung streng überwacht und Nährwerte sowie Inhaltstoffe für den Verbraucher ersichtlich macht.
  • Empfohlene Zusammensetzung:
    • hoher Gehalt an Rohprotein: 30 bis 40 Prozent bei Trockenfutter, neun bis zwölf Prozent bei Nassfutter
    • reduzierter Rohfettanteil: acht bis zehn Prozent bei Trockenfutter, ein bis drei Prozent bei Nassfutter
    • höherer Rohfaseranteil für ein schnelleres Sättigungsgefühl und eine bessere Verdauung: fünf bis zehn Prozent bei Trockenfutter, circa 1,5 Prozent bei Nassfutter
    • L-Carnitin als Zusatz regt den Fettabbau zusätzlich an.
  • Hochwertiges Katzenfutter zeichnet sich nicht allein durch einen hohen Fleischanteil aus. Viel wichtiger ist die Verwendung hochwertiger Proteine und die Zusammensetzung eines abgestimmten Nährstoffprofils. Das heißt, ein hochwertiges Futtermittel kann auch aus der Mischung pflanzlicher und tierischer Proteinquellen entstehen.
  • Ihre Katze frisst das Futter gerne.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Katze alles Gute und viel Erfolg beim Abnehmen!

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