13. März 2017 - Aktualisiert 27. April 2018

Apfelschnecken

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Apfelschnecken: Wirbellose der besonderen Art

Viele Aquarianer sind der Meinung, dass Schnecken ebenso in ein schönes, naturnahes Aquarium gehören, wie Fische und Pflanzen. Die Apfelschnecken, die man für robust halten könnte, brauchen jedoch eine besondere Pflege.

Erscheinungsbild der Apfelschnecken

Apfelschnecken gehören dank ihrer schönen Schneckenhaus-Form und ihrem interessanten Verhalten zu den beliebtesten Aquarienschnecken. Die Schnecken gibt es in gelb, braun, schwarz und blau. Im Handel werden aber meist braune oder gelbe Exemplare angeboten. Die Apfelschnecken sind Luftatmer, weshalb der freie Weg nach oben an die Wasserfläche immer gewährleistet sein muss. Zum Atmen kriechen die Schnecken an die Wasseroberfläche und strecken ihr Atemrohr aus dem Wasser. Deshalb dürfen Apfelschnecken niemals mit schneckenfressenden Fischen vergesellschaftet werden, da sie das Atemrohr beschädigen können und somit zum Ersticken der Schnecken führen.

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Apfelschnecken Haltung

Es sollten regelmäßig Wasserwechsel durchgeführt werden, da die Apfelschnecken ziemlich empfindlich auf leicht erhöhte Nitritwerte reagieren. Wie viele Schnecken in ein Aquarium passen, kann man sich ausrechnen, indem man für jede Schnecke ungefähr 5cm ansetzt. Dann gilt 5cm (je Schnecke) pro 1L Wasser. Schnecken benötigen außerdem einen gewissen Kalkgehalt im Wasser (Wasserhärte), da ihr Schneckenhaus sonst porös wird. Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Werte des Wassers, in dem die Schnecken vorher gehalten wurden. Falls Ihr Aquarienwasser deutlich weicher sein sollte, können Sie – sofern es für die anderen Aquarienbewohner verträglich ist – das Wasser nachträglich aufhärten.

Apfelschnecken Ernährung

Für Apfelschnecken gilt dasselbe wie für andere Aquarienbewohner auch. Es sollte abwechslungsreich und angepasst gefüttert werden, denn das fördert die Gesundheit der Tiere. Schnecken sind keine „Müllabfuhr“ – sie müssen neben den Futterresten der Fische, die sie aufnehmen, zusätzlich gefüttert werden. Als Zusatzfutter können Algentabletten und Granulatfutter, die schnell auf den Boden sinken, angeboten werden. Außerdem werden Salatblätter und Gurkenscheiben, die vorher mit heißem Wasser überbrüht worden sind, gerne gegessen. Jedoch sollten Sie darauf achten, das Gemüse nicht länger als 2 Tage im Wasser zu lassen, da es sonst fault und somit das Wasser belastet.

Apfelschnecken Zucht

Apfelschnecken sind getrenntgeschlechtlich, besitzen jedoch keine äußerlichen Merkmale, die die Geschlechter unterscheiden. Zur Zucht sollten also immer mehrere Schnecken im Aquarium gehalten werden. Sobald sich ein Pärchen gefunden hat, beginnt die Begattung. Dabei führt ein Tier schwingende und kreisende Bewegungen aus. Das andere Tier frisst oftmals einfach weiter. Das Gelege der Schnecken wird über der Wasseroberfläche abgelegt, besteht aus Kalk und besitzt eine rosa bis weißliche Farbe. Es darf keinesfalls in das Aquarienwasser fallen, da die jungen Schnecken sonst ertrinken. Ist das Nest nicht fest genug angeheftet worden, können Sie es vorsichtig entfernen und auf die Verstärkung der Seitenscheibe oder auf den „Schwimmer“ eines Laichkastens ablegen. Es sollte außerdem immer etwas feucht gehalten werden, damit die Eier nicht austrocknen.

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Generell ist dafür die Luftfeuchtigkeit unter der Aquarienabdeckung ausreichend, wenn sich das Nest aber an einem sehr warmen Ort befindet, muss es zusätzlich angefeuchtet werden. Es ist bereits ausreichend, mit einem angefeuchteten Finger ein- bis zweimal am Tag über das Nest zu streichen. Sobald die Jungtiere schlüpfen, fallen sie in der Regel von selbst ins Wasser. Sollte dies nicht der Fall sein können Sie die Apfelschnecken einfach ins Wasser setzen.

Importverbot für die Gattung Pomacea

2012 wurde ein Gesetz gegen den Import der Pomacea-Arten verabschiedet. Dieses Gesetz gilt innerhalb der EU und verbietet den Handel und die Weitergabe der Apfelschnecken der Gattung Pomacea. Davon betroffen sind auch Privatpersonen. Grund für die Verabschiedung des Gesetzes ist eine enorme Ausbreitung der Schnecke in Spanien, was die dortigen Reisfelder stark in Mitleidenschaft gezogen hat. Für Aquarianer ist jeglicher Handel mit den Pomacea-Arten untersagt, auch als Privatperson. Die Zucht der Schnecken ist wohl erlaubt, sofern sie im eigenen Haushalt bleiben und nicht verbreitet werden. 2015 wurden die Gründe für das Gesetz überprüft, jedoch änderte sich nichts: Das Importverbot bleibt weiterhin bestehen.

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