Sollte ich meinen Katzen Trocken- oder Nassfutter anbieten?

katzen nass oder trockenfutter

Bevorzugen Katzen Trocken- oder Nassfutter?

Der Katzenfuttermarkt lockt mit vielen verschiedenen Futtersorten und Fütterungsmethoden. Katzenfreunde haben die Qual der Wahl, sie können zwischen vielen verschiedenen Fütterungsmethoden, Fütterungsformen und Geschmackssorten wählen. Vor der Auswahl des Fertigfutters, das der Mieze schmeckt, nicht allzu teuer und dennoch hochwertig zusammengesetzt ist, steht der frischgebackene Katzenhalter oft vor der Frage: Sollte ich meinen Katzen Trocken- oder Nassfutter anbieten? Welche Vorteile haben Trocken- oder Nassfutter für die Katze? Fertigfutter für die Katze ist die beliebteste Fütterungsform. Kein Wunder, enthalten hochwertige Futtersorten für die Katze doch alles, was die Mieze zum Gesundbleiben benötigt und ist zudem besonders praktisch!

Die Unterschiede

Nassfutter für die Katze wird in Dosen, Schälchen oder Beuteln angeboten. Die Nahrung ist feucht oder halbfeucht. Trockenfutter ist, wie der Name schon sagt, trocken: Den Zutaten der Katzennahrung wurde das Wasser entzogen, was sie besonders kompakt und zudem besonders haltbar macht.

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Gesundheit

Wichtig ist nicht nur die Form des Futters, sondern auch seine Qualität. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihren Katzen Trocken- oder Nassfutter anbieten, denn beide Futtersorten gibt es in allen Qualitätsstufen. Wer seine Katze gesund ernähren will, sollte auf hochwertiges Katzenfutter wert legen.

Woran erkenne ich Qualitätsunterschiede beim Katzenfutter?

 Minderwertiges Trockenfutter kann beispielsweise oft pflanzliche Bestandteile wie Kartoffeln, Erbsen oder Luzerne in zu großer Menge (in kleinen Portionen unschädlich) enthalten. Getreidefreie Sorten können oftmals zu kohlehydrat-lastig sein. Grund dafür ist der Herstellungsprozess, bei dem Kohlenhydrate benötigt werden, damit sich feste und haltbare Bröckchen bilden. Deshalb ist Vorsicht geboten: Achten Sie bei der Futterzusammensetzung genau auf die Proteinmenge. Sie sollte den größten Anteil bilden.

Tatsächlich sind Katzen als Fleischfresser allerdings auf einen hohen Proteingehalt ihrer Nahrung angewiesen. Der von Tierärzten empfohlene Anteil ist von Alter und Rasse des Tiers abhängig. Außerdem spielen weitere Faktoren, wie Sterilisation oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, eine Rolle.

Deshalb sind wir nicht dazu in der Lage, eine bestimmte Trockenfuttermarke zu empfehlen. Trockenfutter, das aus vielen pflanzliche Bestandteilen besteht und bis zu 50 Prozent Kohlenhydrate aufweist, kann von ihnen nur zu geringen Mengen verwertet werden.

Doch auch der Kauf von Nassfutter ist keine Garantie, dass nur Hochwertiges im Napf Ihrer Katze landet. „Hühnchenfilet in weißer Sauce“ und „Rindersteak in Gelee“ sind oft Zucker oder pflanzliche Nebenerzeugnisse zugesetzt. Katzennahrung mit Zuckerzusatz oder die Fütterung von Getreidesorten mit einem hohem glykämischen Index können das Diabetesrisiko der Katze durch eine erhöhte Insulinausschüttung steigen lassen. Hochwertige Nassfuttersorten punkten mit einem hohen Fleischanteil, viel gesundem Protein und weisen nur geringe pflanzliche Bestandteile auf. Künstliche Zusätze und Zucker gehören nicht in den Katzennapf.

Schauen Sie also genau auf das Futteretikett, bevor Sie sich für eine bestimmte Futtersorte entscheiden!

Geschmack

Bevorzugen Katzen Trocken- oder Nassfutter? Wie bei uns Menschen sind auch die Katzengeschmäcker verschieden. Für welches Katzenfutter sich Ihre Katze entscheidet hängt oft von der Geschmackssorte ab und nicht davon, ob das Futter aus trockenen Kroketten besteht oder aus Häppchen in Sauce – objektiv gesehen schmecken beide Fütterungsformen ähnlich. Viele Katzen haben aber eine besondere Vorliebe, welches Futter sie besonders gerne mögen!

Preis

Trocken- und Nassfutter für die Katze gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen und Preisklassen. Durch den Feuchtigkeitsentzug ist Trockenfutter komprimiert, das macht hochwertige Trockenfuttersorten bei täglicher Fütterung aber nicht unbedingt günstiger.

Haltbarkeit

Trockenfutter für die Katze wird jegliche Feuchtigkeit entzogen – das macht Trockenfutter besonders haltbar. Auch im Futternapf hält sich Trockennahrung mehrere Tage!

Nassfutter kann lange gelagert werden, ist nach Öffnen des Schälchens oder der Dose aber nur noch begrenzt haltbar. Nach zwei bis drei Stunden sollte das im Napf befindliche Futter entsorgt werden.

Natürliche Katzenernährung

Welche Ernährungsform ist besonders gesund für die Katze? Welche kommt ihrem natürlichen Ernährungsverhalten entgegen?

Kleinnager und Vögel, die natürlichen Beutetiere der Katze, bestehen aus bis zu 80 Prozent Feuchtigkeit. Damit decken sie in der Regel den Wasserbedarf der Katze. Aus diesem Grund suchen Katzen in freier Wildbahn nur selten eine Wasserstelle auf. Unsere Hauskatzen haben sich dieses Verhalten ihrer wildlebenden Vorfahren bewahrt: Sie nutzen nur selten den bereitstehenden Wassernapf. Leider trinken sie auch dann wenig, wenn ihr Katzenfutter nicht so viel Feuchtigkeit enthält wie die Beutetiere in freier Wildbahn.

Die Feuchtigkeit im Nassfutter kommt der natürlichen Katzenernährung entgegen. Sie gleicht den Bedarf an Trinkwasser zum Großteil aus. Trockenfutter hingegen ist trocken – und trinkt die Katze nicht genug, konzentriert sich der Harn. Die Katze setzt seltener Urin ab, so dass Nieren- und Blasensteine entstehen können.

Sie sehen: Es gibt gute und schlechte Futtersorten. Sowohl Trocken- als auch Nassfutter gibt es in hoher Qualität.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Entscheidung!

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