09. März 2017 - Aktualisiert 05. April 2018

Kanarienvogel Ernährung

Kanariefågel

Die Kanarienvogel Ernährung besteht wie der kegelförmige Schnabel Ihres Hausgenossen verrät, hauptsächlich aus verschiedenen Körnern, die als fertige Mischungen gekauft werden können.

Übergewicht beim Kanarienvogel

Ist Ihr Kanarienvogel einmal so träge und dick geworden, sollten Sie ihn unbedingt auf Diät setzen und die bevorzugten ölhaltigen Vogelfutter Sorten aussortieren oder ihn nur noch von Kanariensaat und Keimfutter ernähren. Das A und O gegen Fett ist jedoch besonders viel Freiflug.

Mischfutter

Mischfutter ist wichtig, damit sich Ihr gefiederter Freund abwechslungsreich ernährt. Er wird nämlich immer zuerst die Leckerbissen fressen, die aus stark ölhaltigen Körnersorten, wie Niger- oder Hanfsaat bestehen, und erst, wenn sich der Hunger wieder meldet, auf die etwas weniger schmackhaften Sorten zurückkommen. Würden Sie ihm ausschließlich seine Lieblingskörner anbieten, hätte sich der kleine Kerl bald so ein dickes Fettpolster angefressen, dass es ihm schon Mühe bereiten würde, auf die gegenüberliegende Sitzstange zu hüpfen.

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Kalk & Grit

Frischer Vogelsand mit ausreichend Grit ist ein wichtiger Bestandteil der Kanarienvogel Ernährung und sollte immer zur Verfügung stehen. Grit können Sie ihm auch in einem kleinen Napf reichen. Diese fein gemahlenen Muschelschalen helfen Ihrem gefiederten Freund, die Körner im Magen richtig zu zermahlen. Kalk, den Ihr Kanarienvogel auch über eine Sepiaschale zu sich nehmen kann, tut ihm besonders während der Mauserzeit gut.

Frisches Wasser

Wasser trinkt Ihr kleiner Kammersänger am liebsten, wenn Sie es täglich frisch reichen. Sollte es zu chlorhaltig sein, können Sie im Zoofachhandel Aufbereitungsmittel kaufen, um die Schadstoffe zu neutralisieren.

Grünfutter

Damit Ihr Kanarienvogel immer topfit ist und ausreichend Vitamine bekommt, sollten Sie ihm täglich ein kleines Bündel Wildkräuter zusammenstellen. Mit einer Klammer am Käfig befestigt, wird er mit Begeisterung an dem frischen Grünzeug knabbern, die Samen herausklauben und sie geschickt mit seinen Schnabelschneiden enthülsen. Sammeln Sie die Kräuter selber, sollten Sie darauf achten, dass sie nicht gespritzt sind und nicht an stark befahrenen Straßen stehen. Auch sollten die Fundstellen nicht zu stark "geschäftlich" von Hunden genutzt werden.

Junge Blätter vom Löwenzahn sind beliebt. Auch die halbreifen Samen sind ein Leckerbissen für Ihren Stubenfreund. Die Zeit ist am besten, wenn sich die Blütenblätter ablösen, die Pusteblume sich aber noch nicht geöffnet hat. Vogelmiere können Sie auch gut in einem Blumentopf halten. Gut gegossen und ab und zu gedüngt hält sie sich lange. Gänsedisteln, Huflattich, Kreuzkraut, Hirtentäschelkraut, verschiedene Gräsersorten, Spitz- und besonders Breitwegerich werden meist gerne angenommen.

Auch mit geschälten Möhren, Äpfeln und Gurkenstückchen können Sie vielen Kanarienvögeln eine Freude machen. Gekauften Blattsalat sollten Sie lieber nicht verfüttern, da die Schadstoffmengen häufig so hoch sind, dass sie den kleinen Organismus Ihres Hausgenossen schädigen können.

Keimfutter

Ein ganz besonderer Teil der Kanarienvogel Ernährung ist Keimfutter, denn er dient als Energiespender. Am besten eignen sich Keimtöpfe um die schnellkeimenden Körnersaaten wie Mungbohnen oder Rüben zu ziehen. Damit sich kein Schimmel bilden kann, wird die Saat mehrmals täglich durchgespült und schon nach 24- 36 Stunden gerade angekeimt "serviert". Achten Sie darauf, dass die Saat immer ganz frisch ist und nicht säuerlich oder muffig riecht.

Genießt ein Kanarienvogel solch eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, wird er Sie noch lange mit seinem munteren Wesen erfreuen und sich ganz besonders wohl bei Ihnen fühlen. Denn Liebe geht bekanntlich durch den Magen.

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