Umzug mit Aquarium

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Umzug mit Aquarium leicht gemacht

Wer sich irgendwann einmal ein Aquarium gekauft hat dachte bei dieser Gelegenheit sicher nicht als erstes daran, sein derzeitiges Domizil mitsamt den feuchten Haustieren wieder zu verlassen. Doch nur allzu oft zwingen persönliche oder berufliche Veränderungen zum Wohnungs- oder Ortswechsel. Wie erfolgt also der Umzug mit Aquarium am besten?

Das Wasser am zukünftigen Wohnort

Wichtig bei einem Umzug mit Aquarium ist es, sich über die Wasserverhältnisse in der neuen Wohngegend zu informieren. Erkundigen Sie sich frühzeitig beim örtlichen Wasserversorger nach den Werten des Leitungswassers oder testen Sie die Werte mit Hilfe eines einfachen Streifen- oder Tropfentests selbst. Vor allem wenn Sie über eine weitere Strecke umziehen sind die Unterschiede oft gravierend. In manchen Gegenden unterscheiden sich die Wasserwerte jedoch schon im Umkreis von wenigen Kilometern sehr stark. Vor allem bei empfindlichen Fischen können starke Schwankungen der Wasserwerte fatale Folgen haben. Wie Sie die Wasserqualität im Aquarium testen finden sie hier.

Angleichen des Wassers

Falls Sie die Möglichkeit haben schon vor dem eigentlichen Umzug mit Aquarium Wasser aus der zukünftigen Wohngegend zu verwenden, so machen Sie Ihre wöchentlichen Wasserwechsel mit dem "neuen" Wasser. Hierbei gilt: lieber öfter wenig als einmal viel. Als Richtwert könnte man 1-2 mal die Woche 20-30% angeben um die neuen Wasserverhältnisse langsam einzuführen und den Tieren genügend Zeit zu geben, sich daran zu gewöhnen. Benutzer von entsalztem Wasser (Vollentsalzer oder Umkehrosmoseanlage) haben hier natürlich den Vorteil, dass die Wasserwerte durch die Entsalzung sowieso recht konstant sind. Befindet sich Ihr neues Domizil zu weit weg, oder Ihr Aquarium ist einfach zu groß, um genügend Frischwasser für die Eingewöhnungs-Wasserwechsel beizubringen, sollten Sie sich rechtzeitig nach geeigneten Behältern wie Kanistern oder Fässern (selbstverständlich lebensmittelecht und frei von Rückständen jedweder Art) umschauen. In diesen sollte möglichst viel des heimischen Wassers, mindestens jedoch 50%, mit umgezogen werden. Die Fische haben dann vor Ort die Möglichkeit, sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen. Um die Wasserqualität auch zukünftig beizubehalten, finden Sie hier unsere hochwertigen Wasserpflegeprodukte.

Aquarium transportieren

Vor allem größere Aquarien müssen zum Transport vollständig entleert werden. Auch bei kleinen 60l Aquarien ist dieses Vorgehen dringend zu empfehlen. Schon wenige Zentimeter "Restkies" mit nur wenig Wasser stellen eine ungeheuere Belastung für die Bodenplatte des Beckens und natürlich auch für die fleißigen Umzugshelfer dar. Der Kies (den Sie übrigens auf keinen Fall reinigen sollten, da im Boden Bakterien leben, die für das Ökosystem Aquarium überlebensnotwendig sind) kann leicht in Kanistern oder Zementeimern transportiert werden. Das Becken selbst kann man nachdem es vollständig entleert ist, je nach Gewicht mehr oder weniger problemlos bewegen, wobei es sich empfiehlt, die Kanten, wenn nicht gar das ganze Becken, mit Schaumstoff zu schützen. Im Umzugswagen sollte das Aquarium unbedingt plan stehen um Spannungen im Glas zu vermeiden.

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Fische und Pflanzen transportieren

Während des Umzugs mit Aquarium können kleinere Fische und Pflanzen in Plastiktüten entsprechender Größe mit ausreichend Luft über der Wasseroberfläche transportiert werden. Bei langen Strecken oder größeren Fischen empfiehlt sich der Einsatz von großen, verschließbaren Eimern, die man in eine wärmeisolierende Verpackung wie z.B. Zeitungspapier verpackt. Auch Styroporbehälter, wie sie auch zum Transport von Lebensmitteln verwendet werden, halten die Temperatur weitestgehend konstant. Bei weiteren Fahrtstrecken empfiehlt es sich, vor dem eigentlichen Umzug einen "Probelauf" ohne Fische vorzunehmen, bei dem die Temperatur immer wieder überprüft wird. Sollten die Schwankungen doch zu groß sein, kann man eventuell warmes (oder im Sommer entsprechend kaltes) Wasser in einem gesonderten Behälter mitnehmen und immer wieder nach Temperaturmessung in kleinen Mengen bemischen.

Längere Fahrten

Auf längeren Fahrten kann es nötig sein, Luft ins Wasser einzusprudeln, da durch die Wasserbewegung im Auto, und natürlich auch durch den Verbrauch der Tiere, der Sauerstoffgehalt rapide sinken kann. Hierzu macht man in dem Deckel des Transportbehälters ein passendes Loch, führt einen Luftschlauch ein und verklebt diesen wasserdicht mit Silikon. Eine entsprechende Luftpumpe, die man an den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs anschließen kann, bekommt man entweder im Handel oder kann man mit ein wenig Geschick auch selbst bauen. Vergessen Sie nicht, im Deckel des Transportgefäßes noch ein zweites Loch für die überschüssige Luft zu machen. Um ein Auslaufen zu verhindern, kann man auch an diesem Loch ein kleines Stück schlauch einkleben und sich mit Hilfe eines kleinen Kunststoff-Rückschlagventils absichern.

Um übermäßiges Verschmutzen des Transportwassers zu vermeiden sollte auf das Füttern der Tiere am Abend vor der großen Reise verzichtet werden. Auch nach dem Wiedereinsetzen in das Aquarium sollten die Tiere erst einige Stunden Zeit haben sich vom Stress der Reise zu erholen bevor sie wieder gefüttert werden. Fehlt Ihnen noch das passende Futter? Entdecken Sie hier unser Fischfutter-Sortiment!

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