13. März 2017 - Aktualisiert 27. März 2019

Wasserwechsel im Aquarium

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Wasserwechsel

Ebenso lange wie es Aquarien gibt, läuft die Diskussion über den Wasserwechsel, seine Notwendigkeit oder Häufigkeit. Obwohl fast ausgemerzt, glauben noch immer einige Zierfischhalter, dass es so etwas wie ein "biologisches Gleichgewicht", ähnlich dem der Natur, auch in ihren Aquarien geben könnte und rechtfertigen damit ihr "kostbares" Altwasser.

Warum Wasserwechsel im Aquarium?

Theoretisch betrachtet mag da ja etwas dran sein, die Praxis hingegen sieht vollkommen anders aus. Ein Aquarium, egal wie groß es auch sein mag, ist und bleibt ein künstliches System, dass nicht nach den Maßstäben evolutionärer Vorgaben entstanden ist oder so funktioniert. In der Natur herrscht ein steter Stoffwechsel, alles Anfallende wird noch weiter abgebaut und weiter zerlegt bis in seine Grundbestandteile. Anschließend entsteht, basierend auf diesen Bestandteilen, wieder neues Leben. Im Aquarium dagegen ist diese Stoffwechselkette nicht vollständig und deshalb bleiben zwangsläufig bestimmte Produkte unverarbeitet. Sie bleiben also "über" und summieren sich im Laufe der Zeit zu ständig steigenden Konzentrationen. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem selbst der anpassungsfähigste Zierfisch die Nase voll hat und sich ("Warum nur, der sah doch so gesund aus?") still und leise aus dem Leben verabschiedet.

Teilwasserwechsel

Doch so weit soll und darf es nicht kommen! Das richtige Mittel der Wahl und zugleich der Weg zu "sauberem" Wasser ist ein regelmäßiger Teilwasserwechsel. Wie oft und wie viel Wasser nun zu erneuern ist, hängt in erster Linie von der Behältergröße und der Besatzdichte ab.

Wie oft Wasserwechsel im Aquarium?

Als Faustregel zur Häufigkeit gilt: Je kleiner das Aquarium ist und je mehr Fische darin leben, desto öfter sollte ein Teil des Altwassers durch neues ersetzt werden. Die Menge an Wasser, die dabei gewechselt werden sollte, liegt in der Regel bei 30%, also rund einem Drittel des Beckeninhaltes. Dieses Drittel, alle 14 Tage erneuert, ist ein guter Durchschnittswert, bei dem man eigentlich nichts falsch machen kann. Außer vielleicht zu wenig auszutauschen. So wechseln Aquarianer, die z.B. größere Buntbarsche aus dem Malawi-See pflegen, wöchentlich bis zu 50% des Beckenwassers, da die Behälter zumeist auch noch dicht besetzt sind.

 

Wie funktioniert der Wasserwechsel im Aquarium?

Die eigentliche Technik des Wasserwechsels hängt ebenfalls von der Größe ab, wird aber meist mit dem Schlauch erledigt. Entweder man entleert das Wasser mit dem Schlauch in einen Eimer und trägt diesen hin und her, oder der Schlauch reicht bis zum (tiefer liegenden!) Abfluss mit Anschlussmöglichkeit für den Frischwasserzulauf. Eine kleine Markierung am Aquarienrand erleichtert hierbei den Austausch gleichbleibender Wassermengen. Die Temperatur des Frischwassers sollte der des Beckens entsprechen oder nur unwesentlich darunter liegen.

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