Hunderassen

Hunde waren früher reine Nutztiere und mussten einen Zweck erfüllen. In Anlehnung daran hat man die Hunderassen in Gruppen und Sektionen unterteilt. Die Gesamtheit der Hunderassen wurde 1983 von Raymond Triquet neu definiert. Dabei unterschied er 10 Gruppen mit typischen Merkmalen. Der kynologische Dachverband FCI (Fédération Cynologique Internationale) hat diese Kategorisierung weltweit offiziell gemacht. Zu jeder Hunderasse gehört ein FCI Mitgliedsland, das als Ursprungsland der jeweiligen Rasse gilt. Entdecken Sie auch unsere Hunderassen Suche! Mehr lesen

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Die wichtigsten Charakterzüge

Mein Hund soll sein

Erscheinung

Größe
KleinMittelGroßExtra Groß
Fell
Haarlos / HypoallergenKurzhaarLanghaar
Farbe
SchwarzRot / HellbraunBlau / GrauBraun / Schoko / LiverCremeWeißRehbraunGold / Gelb
Muster
ZweifarbigDreifarbigMerleTuxedoHarlequin / GepunktetGefleckt / Gemasert / GesprenkeltTabbySableSaddle / Blanket

FCI-Gruppe

8 Hunderassen zu Ihrer Suche

Berner Sennenhund

Dürrbächler, Gelbbäckler, Vieräugler? Der ehemalige Bauernhund aus dem Berner Oberland ist unter vielen Namen bekannt und heute auf der ganzen Welt als Familienhund beliebt. Ihren Menschen begegnen Berner Sennenhunde mit einer großen Portion Herzenswärme – wenngleich sie draußen in der Natur lieber Schnee und Kälte mögen.

Bullmastiff

Der Bullmastiff gehört zu einer der jüngsten Hunderassen der Welt. Während der kraftvolle Riese in seinem Herkunftsland England einst Wilddieben das Leben schwer machte, wird der treue und kinderliebe Vierbeiner heute in erster Linie als Familienhund gehalten. Dennoch wird der Bullmastiff in einigen Bundesländern als Listenhund geführt.

Deutscher Schäferhund

Er gehört zu den meistverbreiteten Gebrauchshunderassen der Welt: Ein Deutscher Schäferhund eignet sich dank seiner lernfreudigen und menschenbezogenen Art auch für ein Leben in der Familie.

Hovawart

Der Name dieser deutschen Gebrauchshunderasse verrät es bereits: Der Hovawart diente ursprünglich als Hofwächter. Mittelhochdeutsch steht „hova“ für den Hof, „wart“ bedeutet „Wächter“. Seine damit verbundenen Fähigkeiten hat der Hovawart bis heute nicht eingebüßt, wenngleich er mittlerweile auch als Familienhund beliebt ist.

Kleinpudel

Bis zu 10 kg verteilt auf maximal 45 cm Widerristhöhe: Kleinpudel für viele Hundefreunde genau die richtige Größe, um als treue Begleiter immer mit von der Partie zu sein.

Landseer

Seinen Namen verdankt dieser Rassehund dem englischen Maler Edwin Landseer, einem der bekanntesten Tiermaler des 19. Jahrhunderts. Seiner Begeisterung über die weiß-schwarzen Riesen mit dem sanften Wesen verlieh Landseer in zahlreichen Gemälden Ausdruck.

Leonberger

Bereits Kaiserin Sissi soll diesen Löwen unter den Hunderassen besessen haben. Schließlich beeindruckt der große Leonberger nicht nur durch seine stolze Löwenmähne und seinen harmonischen Körperbau, sondern vor allem durch seine selbstbewusste Gelassenheit und sein kinderliebendes Wesen.

Presa Canario

Aggressiver Kampfhund oder verspielter Familienhund? Beim Presa Canario (zu Deutsch Kanarische Dogge) teilen sich die Geister. Sicher ist, kein Hund wird als Kampfhund geboren – er wird erst durch den Menschen dazu gemacht. So liegt es in der Verantwortung von Züchtern und Halter, die vielen positiven Charaktereigenschaften des Presa Canario zum Vorschein zu bringen und zu fördern.

In der Kategorie Hunderassen finden Sie eine ausführliche Beschreibung der 10 FCI-Hunderassen Hauptgruppen. Darin erfahren Sie Wesentliches über Geschichte, Wesen, Gesundheit und Ansprüche. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die einzelnen Hunderassen näher vor.

Die FCI-Gruppen und Sektionen der Hunderassen

Gruppe 1 Hunderassen: Hüte- und Treibhunde

Die Tiere dieser Gruppe weisen einen starken Willen zum Arbeiten auf. Hütehunde sind sehr clever und werden für ihre Wachsamkeit geliebt. Dabei bellen sie kaum und ordnen sich dem Menschen schnell unter. Dagegen ist das wichtigste Arbeitsmittel von Treibhunden ihr Bellen, denn nur so können sie die Schafherden zusammentreiben. Als Wohnungshunde oder zum Spazieren gehen eignen sie sich nicht. Der Bearded Collie ist fröhlich, ausgeglichen und leicht zu erziehen. Typisch für diese Hunderasse ist der muntere Gesichtsausdruck. Der weiße Schweizer Schäferhund entwickelte sich aus Kanada kommend zu einer eigenständigen Rasse. Die Tiere sind kinderlieb und aufmerksam, aber auf keinen Fall aggressiv und eignen sich gut als Wachhunde.

Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen

Hier finden wir neben Pinscher und Schnauzer die Rassen Smoushond, Russischer Schwarzer Terrier, doggenartige Hunde, Berghunde und Berner Sennehunde. Zu den Pinschern zählen auch Dobermann und Zwergpinscher. Die Tiere sollen Anfang des 19. Jh. von England ausgehend auf dem europäischen Festland eingeführt worden sein. Der Affenpinscher ist zudem eine der ältesten Hunderassen in Deutschland, die sich mit der Zeit fast nicht verändert hat. Die Tiere werden bis zu 15 Jahre alt und sind dem Menschen sehr zugetan. Dabei schmusen sie gerne, sind gute Wachhunde und brauchen wenig Auslauf.

Gruppe 3: Terrier

In dieser großen Gruppe finden wir hochläufige und niedrigläufige Terrier, bullartige Terrier und Zwergterrier. Wegen seines stattlichen Aussehens gilt der Airedale Terrier als König der Terrier. Dabei stammt er aus der englischen Grafschaft Yorkshire. Hier brauchten die Bergleute, Arbeiter und Farmer robuste Hunde für die Wasserjagd und zum Viehtreiben. Airedale Terrier waren hierfür ideal und fanden schnell viele Anhänger. Der Australian Terrier passt auch in die Stadtwohnung, sofern er genügend Auslauf bekommt. Ursprünglich war auch er ein Hütehund, denn er ist robust, kälteunempfindlich und stark. Auch Drahthaar Foxterrier sind in Europa sehr verbreitet. Sie wurden in England für die Fuchsjagd eingesetzt und sind auf vielen historischen Gemälden Englands zu sehen.

Gruppe 4: Dachshunde

Der Dachshund, auch Dackel oder Teckel genannt, ist seit dem Mittelalter bekannt. Aus Bracken züchtete man niederläufige Hunde, die sich zur Jagd über und unter der Erde eignen. So entstand die Hunderasse Dackel. Die Tiere haben ein kurzes, dichtes und anliegendes Fell in vielen Farbabstufungen zwischen Schwarz und Rotbraun. Zudem sind sie ausgeglichen, ausdauernd, haben eine feine Nase und sind flink. Dachshunde werden in drei Größen (Teckel, Zwergteckel und Kaninchenteckel) und nach den Haarlängen Kurzhaar-, Rauhaar- und Langhaardackel gezüchtet. Der muskulöse Rauhaardackel braucht wenig Auslauf, kann 17 Jahre alt werden und ist ein guter Wachhund.

Gruppe 5 Hunderassen: Spitze und Hunde des Urtyps

Zu den Spitzen gehören Schlittenhunde, nordische Jagdhunde, nordische Wach- und Hütehunde, europäische und asiatische Spitze. Der Deutsche Spitz ist ein Nachfahre des Torfhundes, der aus der Steinzeit stammt, und damit die älteste Hunderasse Mitteleuropas. Spitze fallen durch ihr schönes Haarkleid auf, das durch viel Unterwolle absteht. Die flinken Augen und spitze Ohren verleihen ihnen ihr keckes Aussehen. Der Deutsche Spitz ist lebhaft, aber sehr anhänglich und gelehrig. Zudem sind sie leicht zu erziehen. Da er Fremden gegenüber misstrauisch ist, eignet er sich gut als Wachhund. Die nordischen Rassen sind beliebte Hütehunde mit sehr warmem Fell.

Gruppe 6:  Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen

Laufhunde haben feine Spürnasen und helfen dem Menschen seit Jahrhunderten bei der Jagd. Sie nehmen Witterung auf und folgen bellend der Spur. Vertreter sind z.B. English Foxhound, Schweizerischer Niederlaufhund, Otterhound, Französischer Laufhunde oder Beagle. Schweißhunde sind Jagdhunde, die auf das Stellen von verletztem Schalenwild spezialisiert sind. Sie haben wie auch Laufhunde einen sehr guten Geruchssinn und suchen explizit nach der Spur des verletzten Wildtieres. Typische Vertreter sind dabei der Bayerische Gebirgsschweißhund und die Alpenländische Dachsbracke. Laufhunde sind für die Jagd mit der Meute ausgebildet, Schweißhunde verrichten ihre Arbeit alleine.

Gruppe 7: Vorstehhunde

Man unterscheidet kontinentale Vorstehhunde wie Braque, Spaniel und Griffon sowie britische und irische Vorstehhunde wie Pointer und Setter. Die Aufgabe der Vorstehhunde besteht darin, das erlegte Wild zu apportieren. Dabei wurden sie, seitdem es Feuerwaffen gibt, vermehrt gezüchtet und sind sehr vielseitig. Zudem töten sie nicht, sondern zeigen dem Jäger ganz ruhig den Standpunkt des Wildes an. Zwar sind sie in dieser Rolle weniger gefragt, aber da sie die Merkmale mehrerer Jagd-Hunderassen vereinen, sind sie sehr beliebt. Von Laien sollten sie jedoch nicht als Haustier gehalten werden. Sie gehören in die Hände von Jägern.

Gruppe 8 Hunderassen: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde

Apportierhunde sind Jagdhunde, die das Federwild finden und zum Jäger zurückbringen. Stöberhunde suchen im Dickicht selbstständig nach Niederwild. Zu dieser Kategorie zählen z.B. Amerikanischer und English Cocker Spaniel, English Springer Spaniel, Field Spaniel, Kooikerhondje und Welsh Springer Spaniel. Daneben eignen sich die Wasserhunde für die Hilfe beim Fischen. Der American Spaniel ist eine Züchtung des English Spaniel und die kleinste Spaniel Rasse. Der Chesapeake Bay Retriever wurde speziell für die Wasserjagd gezüchtet. Er muss sich neben Apportieren auch durchs Eis brechen und kaltes Wasser aushalten können.

Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

Diese Tiere dienen dem Halter vor allem als Begleiter und Sozialpartner. In dieser großen Gruppe finden wir Bichons, Pudel und belgische Hunderassen, aber auch tibetanische Hunde, haarlose Hunde, Pekinesen und Chihuahuas. Der Bichon Frisé z.B. ist lustig, unabhängig und auch temperamentvoll. Dabei lernt er schnell und lässt sich leicht erziehen. Der Bologneser hat einen zarten Körperbau, ist umgänglich und kann gut in Familien leben. Der Bolonka Zwetna dagegen ist ein richtiger Schoßhund. Da die Hunderasse freundlich und lebhaft ist, eignen sich diese Tiere als Spielkamerad.

Daneben hat der Boston Terrier ein sehr ausgewogenes Temperament. Der doggenartige Hund wurde erstmals in Boston in den 1970er Jahren gezüchtet. Er ist klug, etwas lebhaft, entschlossen und liebenswürdig. Seit seiner Entdeckung 1850 gilt der Chihuahua als kleinste Hunderasse der Welt. Dabei nimmt man an, dass er von den Opferhunden des alten Mexiko abstammt. Ab dem 19. Jh. verkauften Bauern der Provinz Chihuahua die Tiere auch an Touristen. So verbreitete sich die Hunderasse sich bis nach Europa. Der Chihuahua kann sämtliche Merkmale von wachsam bis verspielt aufweisen.

Gruppe 10: Windhunde

Diese schlanken Hunde gehören mit den Geparden zu den schnellsten Landtieren der Erde. Sie wurden schon früh auf eine bestimmte Verwendung hin gezüchtet und jagen auf Sicht. Je nach Herkunft unterscheidet man bei diesen Tieren okzidentale und orientale Windhunde. Typisch für die orientalen Hunde sind ihre Schlappohren. Dabei sind sie bzgl. ihres Wesens eher unabhängig. Die okzidentalen Windhunde hingegen sind Sprinter und besitzen Rosenohren.

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