Welpen aussuchen

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Welpen aussuchen: Welcher soll es bloß sein?

Beim Blick in die Wurfkiste schlägt das Herz eines Hundeliebhabers höher. Die winzigen Vierbeiner sind so niedlich, dass man am liebsten alle mit nach Hause nehmen würde. Aber nur einer soll es schließlich sein. Ein Welpe muss aus der Gruppe ausgewählt werden. Der schwarze, der schwarz-weiße oder vielleicht doch der mit dem lustigen Abzeichen an der Brust? Ratlosigkeit macht sich breit. Wie Sie einen Welpen aussuchen, der zu Ihnen passt, erfahren Sie hier!

Lassen Sie den Hund wählen

Man sollte grundsätzlich den Welpen aussuchen, der einem auf Anhieb am besten gefällt. Sind die Tiere schon etwas älter, ist es ratsam, ihr Verhalten genau zu studieren. Gibt es ein vierbeiniges Wesen, das sofort auf Sie zu stolpert und Ihre Nähe sucht? Das ist meistens ein gutes Zeichen. Empfindet ein Hund spontane Sympathie für eine unbekannte Person, fühlt er sich aus irgendeinem Grund zu ihr hingezogen. Das ist eine vielversprechende Grundlage für das zukünftige Zusammenleben.

Studieren Sie den Charakter der Welpen

In jedem Wurf gibt es Draufgänger, ruhigere Vertreter und besonders anhängliche Hundewelpen. Hunde-Interessenten sollten sich auf jeden Fall genügend Zeit nehmen, um das Verhalten der Wurfgeschwister genau zu studieren, bevor sie einen Welpen aussuchen. Das Spielverhalten der Welpen gibt wertvolle Hinweise auf angeborene charakterliche Eigenschaften. Es steht zwar außer Frage, dass ein Hunde-Charakter auch durch äußere Einflüsse wie die Sozialisation, die Erziehung und sein Lebensumfeld geprägt.

Trotzdem ist nicht zu bestreiten, dass bestimmte Grundvoraussetzungen sozusagen in die Wiege gelegt werden: Ängstliche Welpen entwickeln sich nur in den seltensten Fällen zu selbstbewussten und unerschrockenen Hunden. Kleine Raufer und Rüpel tendieren häufig dazu, auch als ausgewachsener Hund dominant zu werden.

Das "hässliche Entlein"

In manchen Würfen gibt einen Welpen, der sich vehement von seinen Geschwistern unterscheidet. Während die anderen neugierig auf den fremden Besuch zulaufen, verkriecht er sich angsterfüllt und weigert sich herauszukommen. Er ignoriert das ausgelassene Spielen seiner Artgenossen. Selbst ein Leckerli kann ihn nicht aus der Reserve locken. Häufig ist es gerade dieser Welpe, der das Herz des Hunde-Interessenten rührt. Auch wenn das hilfesuchend blickende Hündchen den Beschützerinstinkt im Menschen weckt, ist es nicht ratsam, gerade diesen Welpen zu erwerben. Junge Hunde, die sich instinktiv verstecken und zurückziehen, sobald sie einen Fremden erblicken, gehören in erfahrene Hände. Ängstlichkeit kann sich leicht zu einem äußerst problematischen Gesamtverhalten entwickeln. Angstbeißen, Unsauberkeit und andere Verhaltensstörungen sind bei solchen Hunden nicht selten, wenn ihrem unsicheren Charakter nicht rechtzeitig kompetent entgegengewirkt wird.

Hören Sie auf den Rat des Züchters

Ein zweistündiger Besuch des Hunde-Interessenten reicht nicht aus, um sich ein umfassendes Bild von den einzelnen Welpen zu machen. Aus diesem Grund sollten Sie ein intensives Gespräch mit dem Züchter führen und den Hundenachwuchs wiederholt besuchen, bevor Sie einen Welpen aussuchen. Man sollte dem Rat eines erfahrenen Züchters vertrauen. Ein guter Züchter spürt, ob Hund und Interessent zusammenpassen oder nicht. Befürchtet er, dass der zukünftige Hundebesitzer nicht genügend Erfahrung hat, um mit einem dominanten Rüden zurechtzukommen, wird er ihm vermutlich zu einer ausgeglicheneren Hündin raten.

In der Tat gibt es viel zu bedenken, bevor man sich endgültig für seinen zukünftigen Hund entscheidet. Und das ist auch gut so. Wer sich vor dem Hundekauf sorgfältig informiert und genau bedenkt, welche Grundvoraussetzungen er seinem Vierbeiner bieten kann, schafft die besten Voraussetzungen für eine harmonische Partnerschaft.

Was tun, wenn der Welpe krank ist?

War ein Tier schon beim Kauf nachweislich krank, muss der Züchter oder Verkäufer den Hund zurücknehmen, den vollen Preis zurückerstatten oder einen anderen Hund zur Verfügung stellen.

In der Praxis sieht dies allerdings oft ganz anders aus. Schuld daran ist man meist selbst, denn wer von unseriösen Händlern Hunde aus Massenzuchten kauft, nur um ein paar Euro zu sparen, hat natürlich das Nachsehen. Zwar können Sie sich nicht absolut davor schützen, dass der Hund krank ist, doch manches lässt sich recht schnell erkennen. Achten Sie auf saubere Ohren, kahle Stellen im Fell und nicht-tränende Nase und Augen. Kratzt sich der Hund häufig, schüttelt er ständig den Kopf oder reibt er sich den Hintern? Knurrt er gar oder zieht er angstvoll den Schwanz ein? Nehmen Sie unbedingt Abstand von solchen Hunden. Diese sind krank oder nicht positiv auf den Menschen geprägt worden.

Wichtig: Die Papiere

Ohne Papiere und Vertrag gibt es auch keine Garantie-Leistungen. Viele Kunden lassen sich von einem Stammbaum beeindrucken, der leicht zu fälschen ist oder mit einer Ausrede erst nach dem Kauf zugeschickt wird. Lassen Sie sich darauf nicht ein, sondern studieren sie den Stammbaum rechtzeitig. Ein gutes Zeichen ist es, wenn der Verein dem VDH angeschlossen ist. Kontrollieren Sie dies besser nach. Ein Haftungsausschluss ist zwar zulässig, doch ein seriöser Züchter hat dies normalerweise nicht nötig. Bei arglistiger Täuschung ist die Klausel "Der Käufer verzichtet darauf, später Ansprüche geltend zu machen, die sich auf Gebärde, Wesensentwicklung, Mängel oder Krankheiten beziehen" unwirksam. Am besten ist es, wenn der Verkäufer die Angaben der Ahnentafel und des Impfpasses garantiert, ferner dass der Hund frei von Krankheiten und Erbfehlern ist und er im gesetzlichen Rahmen dafür haftet.

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