| ||||||||||||||||||||||||||||
Archivsuche
Tierarzt Archiv: Katze
In unserer Tierarzt Sprechstunde finden Sie Hilfestellung, wenn es Ihrem Liebling einmal nicht so gut geht. Hier finden Sie alle in der Vergangenheit gestellten Fragen und die dazugehörigen Antworten. Über die Archivsuche können Sie auch direkt nach Schlagworten suchen.
Frage an das Tierarzt Team:
Verhalten : Revierverhalten
(16.12.09)
Freiläufer: ja, Rasse: Ragdoll, Geschlecht: weiblich, Alter: 2,5 Jahre, kastriert: ja, Untersuchung: Nov 2009, Befund: ohne, Vorerkrankungen: Nein, Medikation: Keine, Impfung: 3 Fach, Impfdatum: Okt 2009, Fütterung: Trockenfutter, Name: Coca-Elain Silkmelody, Gewicht: 3,6 Kg, weitere Tiere: 1 Katze
Hallo, meine Ragdoll bekam im Juli Nachwuchs. Eine Katze davon haben wir behalten, aber die Mutter faucht und bekämpft die Kleine ununterbrochen. Da wir anfangs die Kleine beschützt haben, faucht sie nun auch uns immer an und lässt sich kaum anfassen. Draussen im Garten jedoch ist sie "normal", lässt sich streicheln, hochnehmen und verteidigt das Grundstück nicht gegen andere Katzen, was ja eigentlich Rassetypisch für Ragdolls ist. Ihre Tochter jedoch verscheucht sie auch draussen. Was können wir tun? Ich habe zwei Kinder im Alter von 3 + 7 Jahren, da ist eine fauchende, kratzende Katze nicht lustig. Zumal sie vor der Geburt eine typische Ragdoll-Stoffpuppe war, sehr verschmust und lammfromm. Ich dachte eine Kastration würde helfen, aber das tat es nicht.
Unser Tierarzt Team antwortet:
Sehr geehrte Katzenbesitzerin,
die Situation mit Ihrer Mutterkatze scheint sich ja schon ganz schön zugespitzt zu haben. Aggressionen untereinander kommen bei Katzen immer wieder vor, wenn sie in Gemeinschaft leben.
Das kann sich mit der Zeit auch weiter zuspitzen, je mehr sich "das Opfer" zurückzieht, desto dominanter wird "der Aggressor". Es ist also durchaus anzuraten, zu versuchen der ängstlichen Katze etwas mehr Selbstvertrauen zu geben.
Sie können es z.B. auf homöopathischer Basis mit Ignatia versuchen. Geeignet in der Potenz D12 als Globuli; In einer Dosierung von 3x tgl. 5 Kügelchen. Im Verlauf einiger Wochen sollte man durchaus einen positiven Effekt bemerken.
Zusätzlich sollten Sie sich beim Tierarzt "Felifriend" als Verdunster für die Steckdose holen. Es verströmt katzeneigene Gesichtspheromone, die einen für Katzen wahrnehmbaren, beruhigenden Geruch verströmen und so helfen die Situation zu entspannen. Diese Pheromone werden von Katzen abgegeben, wenn sie wie oft zu beobachten mit dem Gesicht um Mauervorsrünge oder Türpfosten streifen.
Eine weitere hilfreiche Maßnahme ist es, beiden Katzen täglich mit demselben Tuch über Kopf und Schläfen zu reiben. So wird ein Gemeinschaftsgeruch erzeugt.
Achten Sie ausserdem darauf, dass die kleine Katze gute Rückzugsmöglichkeiten hat. Gelegentliche Raufereien kann sie sicher wegstecken.Wenn Sie aber keine Fluchtmöglichkeiten hat, kann das leicht psychisch belastender Stress sein.
Wenn eine Auseinandersetzung so heftig ist, dass Sie dazwischengehen möchten, dann tun Sie das nur anonym, also mittels einer geknüllten Socke, die Sie werfen oder eines Strahls aus der Wasserpistole. Versuchen Sie wirklich, künftig neutral zu bleiben, damit die Mutterkatze Ihnen gegenüber wieder Vertrauen fassen kann.
Sollten oben genannte Maßnahmen keine Besserung bringen, sollten Sie sich Hilfe bei einem auf Verhaltenstherapie spezialisierten Tierarzt suchen.
Alles Gute!!