Das Magazin rund um Ihr Tier

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Der Wellensittich

Ein rasanter, lebensfroher Flugkünstler

Wellensittiche ziehen in ihrer australischen Heimat in großen Schwärmen umher und legen dabei teilweise Tausende von Kilometern zurück. Damit Ihr kleiner Papagei Sie weiterhin mit seiner Lebensfreude beglückt und aus ihm kein träger dicker Mops wird, ist es wichtig, ihm täglich mindestens eine halbe Stunde Freiflug gönnen.

Tipps für den Freiflug

  • Bevor Sie Ihren Hausgenossen das erste Mal fliegen lassen, sollte er sich schon einige Wochen bei Ihnen eingelebt haben.

  • Sehr wichtig ist auch, dass Sie während der ersten Ausflüge Ihres Schützlings die Gardinen und Vorhänge zuziehen. Der kleine Flugkünstler könnte sich sonst bei seinen rasanten Manövern verschätzen und gegen eine Fensterscheibe fliegen, da er die räumlichen Begrenzungen noch nicht so gut kennt.

  • Bedenken Sie auch, dass Sie es mit einem intelligenten, neugierigen Kerlchen zu tun haben. Ein offenes Fenster oder eine sich öffnende Tür wird schnell entdeckt und erforscht. Ist der Wellensittich einmal entflogen, findet er, so lieb er Sie auch hat, den Weg meist nicht mehr zurück.
Lieblingsplätze

Beobachten Sie Ihren kleinen Draufgänger während seiner Trainingsstunde. Nachdem er sich richtig "ausgetobt" hat, wird er sich bestimmt einige Lieblingslande- und Aufenthaltsplätze aussuchen. Hier sollten Sie Sitzstangen oder ein kleines Klettergerüst anbringen. Unter diesen Plätzen können Sie Kotfangschalen aufstellen. So bleiben Ihre Möbel oder Ihr Teppichboden vor den Produkten des in Schwung geratenen Stoffwechsels Ihres fröhlichen Fliegers verschont.

Zurück in den Käfig: so gehtŽs

Ihr Wellensittich wird seine Ausflüge sicherlich in vollen Zügen genießen und hat vielleicht später gar keine Lust mehr in seinen Vogelkäfig zurückzukehren, wenn Sie es gerne hätten. Lassen Sie den kleinen Kerl anfangs am späten Nachmittag fliegen, so wird er abends müde und hungrig sein und in seinen Käfig zurückkehren.

Sie sollten den kleinen Papagei auch deshalb nicht während des Freiflugs füttern. Welchen Grund sollte der lustige Geselle dann auch noch haben in seinen Käfig zu fliegen, wenn er doch überall umhersausen kann, bei Ihnen sein darf und auch noch versorgt wird.

Damit er die Eingangstür problemlos sieht und gut landen kann, können Sie davor eine Sitzstangen oder einen Zweig anbringen. Möchte der Flugkünstler partout nicht wieder in sein Heim, versuchen Sie ihn bitte nicht einzufangen. Er würde nur gestreßt und voller Angst umherflattern und das Vertrauen zu Ihnen verlieren. Warten Sie, bis sich Ihr Wellensittich einen Schlafplatz ausgesucht hat, nehmen Sie den schlafenden Vogel vorsichtig mit beiden Händen und bringen Sie Ihn unter beruhigenden Worten in seinen Käfig. Tragen Sie dabei Handschuhe, so wird der kleine Kerl keine Angst vor Ihren Händen bekommen und lassen Sie ihn nicht los, falls er beißt.

Was Sie noch beachten sollten

So gut sich der kleine Draufgänger auch bei Ihnen auskennt, lassen Sie ihn niemals ganz unbeaufsichtigt fliegen. Es kann immer passieren, dass sich der Kleine mit seinen langen Krallen in der Gardine verfängt, in eine Vase plumpst oder sich hinter dem Schrank einklemmt. Hören Sie sein verzweifeltes Gekreische und Geflatter dann nicht sofort und eilen ihm zu Hilfe, kann das schlimme Folgen für ihren Schützling haben.

Nehmen Sie sich Zeit, Ihren kleinen Papagei möglichst oft fliegen zu lassen. Viel Bewegung ist einfach ein "Muss" für die Gesundheit Ihres Flugkünstlers. Und auch Sie werden sicherlich Ihren Spaß bei seine Ausflügen haben, denn so ein fröhlich zwitschernd umhersausender Piepmatz verbreitet die pure Lebensfreude in seiner Umgebung.

Artikel von Denise Krahé


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