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Der tödlichste Pfeilgiftfrosch büßt bei Terrarium-Haltung an Gefährlichkeit ein

Bei ihm ist für Mensch und Tier gleichermaßen oberste Vorsicht geboten: Der erst 1978 entdeckte Goldene Pfeilgiftfrosch (Phyllobates terribilis) gilt als der gefährlichste unter seinen Vertretern.

Schon ein zufälliger Hautkontakt mit dieser in Kolumbien beheimateten Art kann ausreichen, um einen erwachsenen Menschen zu töten. Wer den farbenfrohen Pfeilgiftfrosch Zuhause im Terrarium halten will, ist jedoch keineswegs in Lebensgefahr: Wissenschaftler haben entdeckt, dass die Tiere in Gefangenschaft einen Großteil ihrer Giftigkeit einbüßen. Der Grund für dieses Phänomen liegt in der Nahrung. Da die Frösche im Terrarium nicht mehr mit Ameisen � ihrer Grundnahrung im Urwald - gefüttert werden, müssen sie einen wichtigen Baustein zur Herstellung des eigenen Giftes entbehren.

Farbenfroher "Giftzwerg"

Als ob sie in Farbtöpfe getaucht wurden, zählen Pfeilgiftfrösche zu den am spektakulärsten gezeichneten Amphibien überhaupt und besitzen leuchtend rote und gelbe, sogar metallisch grüne und blaue Farben � ein wahrer Augenschmaus für Terrarienhalter. In der Natur verfügen lediglich drei der über 140 bekannten Arten über ein wirklich lebensbedrohliches Gift: der Zweifarbige Pfeilgiftfrosch (Phyllobates bicolor), der Goldstreifen-Pfeilgiftfrosch (Phyllobates aurotaenia) und der gefährlichste Frosch der Welt � der Goldene Pfeilgiftfrosch (Phyllobates terribilis). Noch heute wird sein Hautsekret von Urwaldbewohnern in Kolumbien auf Pfeilspitzen aufgetragen und zur Jagd verwendet.

Wichtig für die Terrarienhaltung

Wichtig für die Terrarienhaltung dieses Giftfrosches: Obwohl er nur bis zu 5 cm groß ist, benötigt der Goldene Pfeilgiftfrosch eine großzügig bemessenes Terrarium. In der Natur wahren die Männchen einen Mindestabstand von drei Metern � je mehr Raum ihnen somit im Terrarium zur Verfügung steht, um so besser stehen die Chancen für eine erfolgreiche Zucht.

Artikel von NATURE LIFE
Photos: Jan Christopher Krimmer



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