Schmetterlingsbuntbarsch

Schmetterlingsbuntbarsch
In Zusammenarbeit mit Tetra

In warmen Seen Venezuelas und Kolumbiens leben die Schmetterlingsbuntbarsche im klaren Wasser in Ufernähe. Die bunten Gesellen mit dem typischen schwarzen Streifen schillern in allen Regenborgenfarben und sind ein gern gesehener Gast im Süßwasseraquarium. Mit etwas Erfahrung und sorgfältiger Pflege sind die geselligen Tiere eine wunderschöne Bereicherung für die heimische Unterwasserwelt im Wohnzimmer. Unter Aquarienfreunden auch kurz als „Rami“ bezeichnet, gehört der Schmetterlingsbuntbarsch zu den Klassikern unter den Süßwasserfischen.

Die Farben des Regenbogens - in welcher Form erscheint der Schmetterlingsbuntbarsch?

Mikrogeophagus ramirezi - unter diesem lateinischen Namen kennt der Fachmann den südamerikanischen Schmetterlingsbuntbarsch. Gelegentlich tritt er auch unter der Bezeichnung „Papiliochromis ramirezi“ auf. Der lateinische Name für diese Buntbarsche wurde im Laufe der Jahre mehrmals geändert. Verwandt, aber nicht identisch mit dem aus Kolumbien und Venezuela stammenden Tier ist der bolivianische Schmetterlingsbuntbarsch. Der stellt ähnliche Ansprüche an Haltung und Pflege, ist jedoch nicht so farbenprächtig wie sein kolumbianischer Cousin. Je nach Beleuchtung und Einfallswinkel des Lichtes leuchten alle Farben des Regenbogens auf den Schuppen des Papiliochromis ramirezi auf. Typisch ist ein dunkler Fleck unter der Rückenflosse, darum herum finden sich oft blaue oder blaugrüne kleine Punkte. Ein breiter schwarzer Streifen zieht sich vom Nacken bis zur Kehle hinab. Die Bauchflosse ist meist rot, auf der Rückenflosse finden sich drei schwarze Strahlen. Die Weibchen sind nicht ganz so farbenfroh wie die männlichen Tiere. Die „wilden“ Buntbarsche erreichen bei den Männchen eine Gesamtlänge von etwa 6 cm, bei den weiblichen Tieren meist ein bis zwei Zentimeter weniger. Außerdem erkennt man weibliche Tiere bei vielen Formen daran, dass sie einen rotgefärbten Bauch haben.

Von der Wildform bis zum Jumbo-Ramirezi - welche Züchtungen gibt es?

Zuchtformen der Schmetterlingsbuntbarsche werden in blau, gelb und rot angeboten. Diese sind dann anstelle der hellen Purpurfarbe, in der die Wildform vorkommt, in ihrer jeweiligen Zuchtfarbe gefärbt. Die Streifen und Punkte sind auch bei den Zuchttieren vorhanden. Doch inzwischen sind auch goldfarbene Züchtungen erhältlich, die ganz ohne Streifen und Punkte auskommen. Besonders intensiv leuchtet eine Zuchtform, die aus Asien geliefert wird: der Jumbo-Ramirezi. Der „Blue Punk“ hingegen zeigt von der Stirn bis zur Rückenflosse eine rote Färbung und ist ansonsten blau. Ebenfalls zu den neueren Varianten gehört die Schleierform.  In Stahlblau schillert der Microgeophagus ramirezi „Electric blue“, eine besonders groß heranwachsende asiatische Zuchtvariante, dessen Flossen verlängert sind und dadurch wie ein Schleier im Wasser wirken. Diese Tiere werden zwischen 5 und 7 cm lang. Alle Zuchtformen haben gemeinsam, dass sie bei der Aufzucht von Jungtieren höhere Ansprüche an die Haltung stellen. Kreuzungen zwischen den verschiedenen Formen ergeben immer wieder neue Farbschattierungen.

Stille Verstecke in klaren Bächen - woher kommt der Schmetterlingsbuntbarsch?

In seiner ursprünglichen Heimat in Venezuela und Kolumbien lebt der Ramirezi gut versteckt in flachen Uferzonen. Dabei schätzt er warme Teiche ebenso wie die Ufer von kleineren Flüssen und beständig vorhandene Wasserreservoire in der Savanne. In den weitläufigen Landschaften der „Llanos“ in Südamerika finden die Barsche zahlreiche Lebensräume. Die Heimat des bunten Fisches ist der breite Strom des Orinoko und seiner zahlreichen Flüsse. Grasbewachsene Savannen dehnen sich an den Flussufern auf, kleine Teiche und Tümpel entstanden in den sogenannten „Llanos“. Dort, wo besonders viele Pflanzen wachsen, am Rand von trüben, warmen Seen oder den schlammigen Flussufern, fühlen sich die Fische wohl. Hier finden sie ausreichend Verstecke und Höhlen, um sich vor Feinden zu verbergen.

Welche Ernährung braucht der Schmetterlingsbuntbarsch?

In ihrer natürlichen Umgebung ernähren sich Schmetterlingsbuntbarsche gern von Mückenlarven und Wasserflöhen, sie sind reine Fleischfresser. Auch im Aquarium gehört Lebendnahrung zur ausgewogenen Ernährung dazu. In Form von Frostfutter werden schwarze, rote und weiße Mückenlarven gern angenommen, auch Artemia, kleine Krebstiere, bereichern den Speiseplan. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit können die Fische aber auch mit Trockenfutter anstelle des Lebendfutters versorgt werden, der Abwechslung halber empfiehlt es sich jedoch, verschiedene Varianten anzubieten.

Wohlfühlambiente im Aquarium - wie sieht die richtige Haltung der Schmetterlingsbuntbarsche aus?

So schön ihre bunten Farben auch sein mögen - der Schmetterlingsbuntbarsch ist kein Fisch für Einsteiger. Die Haltung erfordert ein gewisses Mass an Erfahrung, da die Tiere sich nur unter bestimmten Bedingungen wohlfühlen und gesund bleiben. Ähnlich wie in den warmen Teichen ihrer tropischen Heimat Südamerika bevorzugen Ramirezi Temperaturen von etwa 26 bis maximal 32 Grad, manche Arten kommen auch mit weniger Wärme aus. Der pH-Wert sollte zwischen 5,8 und 6,0 betragen. Die Gesamthärte des Wassers sollte bei 2-7 dGH liegen.

 

Für die Haltung von Schmetterlingsbuntbarschen eignen sich Aquarien ab einer Größe von 55 Litern, diese Menge würde für ein kleines Pärchen ausreichen. Gesellschaften mit mehreren Exemplaren sind den Tieren aber lieber. Größere Gruppen sollten etwa 100 - 200 Liter zur Verfügung haben. Die Tiere benötigen zahlreiche Verstecke, Höhlen und Unterschlupfmöglichkeiten. Dazu eignen sich Kokosnussschalen, Wurzeln, Steine oder ähnliche Materialien. Da die Buntbarsche Reviere bilden, sollte genug Platz dafür vorhanden sein. Auch zum ungehinderten Schwimmen sollte ein Bereich vorhanden sein, der frei von Pflanzen, Steinen und Höhlen ist.

 

Die Schmetterlingsbuntbarsche sind zumeist recht friedlich und deshalb gut mit anderen Arten zu halten. Für die Phase der Aufzucht empfiehlt es sich, die Brutpaare in eigene Becken zu setzen, weil sie in dieser zeit sehr stressanfällig sind. Besonders passend für die Vergesellschaftung sind südamerikanische Salmler-Arten wie der rote Neonsalmler. Diese halten sich meist im oberen Teil des Wassers auf, was den Buntbarschen entgegenkommt. Die Ramis bevorzugen das untere Drittel des Aquariums. Mit ihrem Verhalten zeigen die Neons den Buntbarschen, wenn Gefahren drohen. So ergibt sich aus dem Zusammenleben eine harmonische Gemeinschaft. Ebenfalls passende Gesellschaft für Ramirezi sind Welse. Nur auf Harnischwelse sollte man besser verzichten, denn diese sind Laichräuber. Generell mögen Schmetterlingsbuntbarsche eine Haltung zusammen mit Salmlern, insgesamt sollten nicht zu viele Tiere eingesetzt werden, da dies Stress auslöst. Der führt schnell dazu, dass das Immunsystem der Tiere weniger leistungsfähig ist, und da sie infektionsanfällig sind, sind unschöne Erkrankungen die Folge. Auch die Einhaltung der nötigen Wasserbeschaffenheit ist für die Fische sehr wichtig. Dazu gehört ein regelmäßiger Wechsel von einem Teil des Wassers sowie hygienische Filteranlagen. Etwa ein Viertel des Wassers sollte wöchentlich gewechselt werden. Neben Kies sollte auch Sand auf dem Aquarienboden zu finden sein, denn die Fische neigen dazu, diesen aus Gründen der Körperhygiene „durchzukauen“.

Vermehrung im heimischen Aquarium - wie klappt die Nachzucht?

Schmetterlingsbuntbarsche sind recht anspruchsvoll, was die Nachzucht angeht. Doch mit etwas Erfahrung lassen sie sich auch im heimischen Aquarium vermehren. Die Elternaufzucht ist dabei etwas weniger arbeitsintensiv als die künstliche Aufzucht der Jungtiere. Leichter als die Zuchtformen lassen sich die etwas weniger empfindlichen Wildformen vermehren. Für beide Arten gilt: es  müssen einige besondere Bedingungen erfüllt werden, damit das Aufziehen der Kleinen gelingt. So benötigen die Tiere besonders weiches Wasser für ihre Familienplanung. Hier sollte eine Gesamthärte von 10 odH nicht überschritten werden. Ideal ist ein Wert von 3 odH. Bei hartem Wasser ist es hilfreich, dem Kies auf dem Aquariengrund etwas Torf beizumischen. Auch flüssige Torfzusätze sind im Handel erhältlich. Schmetterlingsbuntbarsche sind sogenannte Offenbrüter. Ab einem Alter von vier Monaten sind sie fortpflanzungsfähig. Die Paare leben monogam und verteidigen ihr Brutrevier mit allen Kräften. Sie legen ihr Laich auf flachen Steinen oder in flachen Mulden ab, die vorher gründlich von Algen befreit wurden. Etwa 500 Eier werden pro Ablage produziert. Die Jungtiere werden von den Eltern später in den Sand- und Kiesboden umgelagert. Während der Brutzeit reagieren die Tiere sehr empfindlich auf äußere Störungen, sie vernachlässigen die Brut oder fressen das Laich auf. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach wenigen Tagen, die Jungtiere wachsen dann gemeinsam im Rudel auf. Während der Brutzeit sollte täglich etwa 10% des Wassers ausgetauscht werden, um die nötige Wasserqualität zu erhalten. Damit die erfolgreiche Zucht klappt, braucht es viel Fingerspitzengefühl - denn wenn die Bedingungen für die Aufzucht nicht passen, stellen die Elternfische die Brutpflege ein, und die Brut ist verloren.

Ein langes Leben - wie lange ist das genau?

Die Lebenserwartung von Schmetterlingsbuntbarschen ist im Vergleich mit anderen Aquarienfischen eher kurz. Durchschnittlich erreichen sie ein Alter von 3-5 Jahren, angemessene Pflege vorausgesetzt. Hinzu kommt eine gewisse Neigung zu Infektionskrankheiten, die die Lebenserwartung verkürzt. Berücksichtigen sollte man dabei, dass die Tiere anfällig gegenüber Chemikalien sind und auch auf häufiges Umsetzen mit Stress reagieren. Moderne Zuchtformen haben häufig eine kürzere Lebenserwartung als ihre „wilden“ Vorfahren, machen dies aber meist mit intensiveren Farben wett.

Schmetterlingsbuntbarsche einkaufen - welche Anbieter sind die besten?

Buntbarsche gehören zu den beliebtesten Aquarienfischen und sind daher auch bei vielen Anbietern zu haben. Auch private Nachzuchten können eine gute Quelle sein, die eigene Nachzucht empfiehlt sich jedoch erst mit viel Erfahrung. Ob nun im Zoofachhandel, direkt vom Züchter oder von privaten Anbietern eingekauft wird, sollten in jedem Fall gewisse Grundbedingungen beachtet werden. Generell zeigt ein gesunder Fisch kräftige Farben, weist keine Flossenfehlbildungen auf und schwimmt mit „normalen“ Bewegungsabläufen. Für die Qualität des Anbieters sprechen auch Faktoren wie die Gestaltung und Sauberkeit der Aquarien oder die Anzahl der eingesetzten Fische. Im Einzelfall kann einmal ein totes Tier in einer Anlage zu entdecken sein, doch grundsätzlich sollte die Mehrheit der vorhandenen Tiere gesund wirken. Eine umfassende Beratung beim Verkauf und das möglichst schonende Entnehmen der Tiere rundet das perfekte Kaufangebot ab. Denn unter den richtigen Bedingungen ist der Schmetterlingsbuntbarsch ein geselliger Aquarienfisch, der Farbe und spannendes Sozialleben ins Unterwasserparadies bringt.

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